Erfahrungsbericht: Zeugnis einer Schnitttechnikerin
Der Erfolg eines Unternehmens für die Herstellung von Berufsbekleidung ist die Kombination aus feinem Verständnis der Bedürfnisse, technischem Know-how & Reaktionsfähigkeit. Durch die Beherrschung der Produktionskette (Design, Schnittkonstruktion, Prototyping, Sourcing, Zuschnitt, Konfektion…) profitiert ALM von einer besseren Kontrolle der Lieferzeiten und der Qualität, großer Flexibilität und einer schnellen Innovationsfähigkeit.
In diesem Beitrag stellen wir Ihnen Karine vor, die zu den Textilexpertinnen von ALM gehört. Anhand ihres Erfahrungsberichts bietet sie uns einen persönlichen Blick auf eine strategische Funktion, die die Verbindung zwischen Kreation, Technik und Produktion herstellt.
Ich heiße Karine und bin seit über 25 Jahren Schnittdirektrice/Modellmacherin. Ich lebe in einem kleinen Dorf im Herzen der Hohen Vogesen, einer ruhigen und inspirierenden Region, die die Kreativität fördert. Mein beruflicher Werdegang ist reich an vielfältigen Erfahrungen in der Welt der Textilkonfektion, mit einer heutigen Spezialisierung auf Berufsbekleidung, insbesondere im Krankenhausbereich.
1. Was hat Sie an diesem Beruf angezogen ?
Schon zu Beginn hat mich die Welt der Mode und Textilien begeistert, und ich habe mein Abenteuer im Bereich der Maschenware begonnen, genauer gesagt in der Dessous-Branche. Diese erste Erfahrung hat mir ermöglicht, die Bedeutung von Komfort, Passform und Präzision beim Zuschnitt von Kleidung zu verstehen. Anschließend bin ich in ein unabhängiges Konstruktionsbüro gewechselt, wo ich die Gelegenheit hatte, Schnittkonstruktionen und Gradierungen (das heißt die Anpassung desselben Modells an alle Größen) für verschiedene Modedesigner zu erstellen.
Seit mehreren Jahren stelle ich mein Know-how in den Dienst der Herstellung von Berufsbekleidung, einer anspruchsvollen Spezialisierung, die ebenso viel Sorgfalt wie Kreativität erfordert. Bei ALM muss jedes entwickelte Kleidungsstück präzisen technischen Anforderungen entsprechen und gleichzeitig Komfort, Widerstandsfähigkeit und Ästhetik gewährleisten. Die Arbeit, die ich täglich leiste, ist entscheidend für die gute Umsetzung jedes einzelnen Teils.
2. Was begeistert Sie im Alltag an Ihrer Arbeit am meisten ?
Was ich an diesem Beruf am meisten liebe, ist, von einer einfachen Stilzeichnung auszugehen, die oft von einem Designer oder Produktmanager erstellt wird, und sie in ein konkretes Modell zu verwandeln, das bereit für die Produktion ist. Es ist meine Aufgabe, die Volumen, die Proportionen festzulegen und die technischen Details des Kleidungsstücks zu entwerfen: die Taschen, die Passen, die Kapuze oder auch die Verstärkungen. Ich kann von einer bestehenden Basis am Bildschirm aus arbeiten oder ein physisches Kleidungsstück kopieren, indem ich es digitalisiere, um daraus einen digitalen Schnitt zu erstellen. Manchmal fertige ich auch Studienteile an, kleine textile Mock-ups, mit denen sich Formen und Verarbeitungen validieren lassen, bevor es in die Prototypenphase geht.
3. Welche spezifischen Herausforderungen gibt es bei der Modellierung von Berufsbekleidung ?
Meine Position ist der erste wesentliche Schritt der Fertigungskette : Ich erstelle die Schnittkonstruktion, das heißt die Gesamtheit der Teile, aus denen das endgültige Kleidungsstück bestehen wird. Ohne diese solide Basis kann nichts korrekt zusammengesetzt werden. Es ist eine Arbeit im Hintergrund, aber ungemein spannend, die zugleich technische Beherrschung, ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen und große Präzision erfordert.
In der Berufsmode zu arbeiten bedeutet auch, sehr konkrete Anforderungen zu erfüllen. Die Kleidungsstücke, die wir bei ALM entwickeln, müssen an die Arbeitsbewegungen angepasst, pflegeleicht, langlebig und manchmal sogar personalisierbar sein. Wir entwerfen Outfits für Pflegepersonal, Reinigungskräfte, Berufe im Lebensmittelbereich oder auch Wartungstechniker. Jedes Detail zählt, denn diese Fachkräfte tragen unsere Kleidung jeden Tag : Ihr Komfort und ihre Sicherheit haben für uns Priorität.
4. Was ist der Unterschied zwischen einer Modellmacherin und einer Stylistin (oder Designerin) ?
Anstatt die Unterschiede zu betonen, spreche ich lieber über die Komplementarität unserer Rollen.
Die Stylistin ist diejenige, die sich das Kleidungsstück ausdenkt. Sie arbeitet an der Ästhetik: Formen, Farben, Materialien, visuelle Details. Sie erstellt die Stilzeichnung, eine Art Skizze, die eine erste Vorstellung des zu entwickelnden Modells vermittelt. Ihre Arbeit ist sehr kreativ und oft auf Trends, Markenimage oder auch die Identität einer Kollektion ausgerichtet.
Ich hingegen habe als Modellmacherin die Aufgabe, diese Zeichnung in ein realisierbares Modell zu verwandeln. Ich übersetze die Idee in konkrete Formen, in Volumen, in Proportionen. Ich erstelle die Schnittkonstruktion, also alle Teile, aus denen das Kleidungsstück bestehen wird (Rücken, Vorderteil, Ärmel, Kragen usw.), und berücksichtige dabei technische Vorgaben, Ergonomie, Komfort und Produktion. Das ist eine sehr technische, aber auch kreative Arbeit, denn oft muss man Lösungen finden, um die Stilabsicht zu respektieren und gleichzeitig die Machbarkeit sicherzustellen.
Zusammengefasst kann man sagen: Die Stylistin entwirft das Kleidungsstück, und die Modellmacherin macht es möglich. Es ist Teamarbeit: Ohne die Zeichnung könnte ich nicht anfangen, und ohne den Schnitt könnte das Kleidungsstück nicht existieren!
Als Modellmacherin bei ALM bin ich stolz darauf, zur Qualität der Kleidungsstücke beizutragen, die wir unseren Kunden anbieten. Ich bin überzeugt, dass die technische Kompetenz und der Anspruch unseres Berufs den entscheidenden Unterschied machen. Es ist diese Leidenschaft für gut gemachte Arbeit, die mich Tag für Tag antreibt und meinem Engagement Sinn verleiht.
Zögern Sie nicht, Ihre Initiativbewerbungen an die Personalabteilung (Ressources humaines) von ALM zu richten.
