Wie lassen sich Berufsbekleidung an die Jahreszeiten anpassen?

In vielen Branchen (Gesundheitswesen, Bau, Industrie, Hotellerie oder auch Lebensmittelhandwerk) ist Berufsbekleidung ein wesentlicher Baustein für Leistung und Wohlbefinden bei der Arbeit. Dennoch wird ein Aspekt manchmal vernachlässigt: die Anpassung der Kleidung an äußere Einflüsse. Thermischer Komfort, Sicherheit, Hygiene und Beweglichkeit variieren je nach Witterungsbedingungen.

In diesem Beitrag teilen wir einige Empfehlungen, um die für jede Jahreszeit geeignete Kleidung zu bestimmen.

 

Auf technische und atmungsaktive Materialien setzen

1.       Heiße Umgebung : Wärme & Schweiß ableiten

Um Unbehagen und Risiken durch Überhitzung zu vermeiden, ist es entscheidend, leichte, atmungsaktive und technische Materialien zu bevorzugen.

  •          Leichte & atmungsaktive Stoffe :

ü  Optimaler thermischer Komfort : Leichte und atmungsaktive Stoffe ermöglichen es, die Körpertemperatur zu regulieren, indem sie Wärme entweichen lassen und gleichzeitig die Luftzirkulation fördern. Das hilft, eine kühlere Körpertemperatur zu halten und so das Risiko von Hitzschlag oder hitzebedingtem Unbehagen zu reduzieren. Dieser thermische Komfort ist besonders wichtig für Beschäftigte, die lange Stunden im Freien oder in warmen Umgebungen arbeiten, wie auf Baustellen, in Küchen oder in Lagerhallen (z. B. : CHARLOTTE Köper 2/1 PC 50/50 in 180gr/m2),

ü  Feuchtigkeitsmanagement und Reduzierung des Schwitzens : Atmungsaktive Stoffe können die durch Schwitzen entstehende Feuchtigkeit aufnehmen, sie schnell nach außen transportieren und die Haut trocken halten. Das reduziert das Unbehagen durch Feuchtigkeitsansammlungen. Mit anderen Worten: Diese Stoffe fördern einen Schnelltrocknungseffekt, der an heißen Tagen, an denen stärker geschwitzt wird, entscheidend ist (z. B. : OXFORD Köper 2/1 LYO/PES 50/50 in 195gr/m2),

ü  Reduzierung unangenehmer Gerüche : Die Kombination aus Leichtigkeit, Atmungsaktivität und Feuchtigkeitsmanagement trägt auch dazu bei, die Geruchsbildung durch Schweiß zu verringern. Atmungsaktive Stoffe verhindern, dass Feuchtigkeit stehen bleibt – ein Faktor, der häufig für schlechte Gerüche in Arbeitskleidung verantwortlich ist (z. B. : SBM 2000 Köper 2/1 PC 65/35 in 210gr/m2),

  •          Spezialisierte technische Materialien :

ALM kann gemeinsam mit Ihnen technische Stoffe prüfen, die Feuchtigkeit ableiten und eine bessere Thermoregulierung ermöglichen (z. B. : Teredo 37.5 : 40% Polyester, 25% Cocona 37.5 35% Baumwolle mit 200g/m2),

  •          Mit spezifischen Ausrüstungen

    ü  Wasserabweisende Ausrüstung : macht den Stoff wasserresistent, ohne die Atmungsaktivität zu blockieren,

    ü  UV-Schutz-Ausrüstung : schützt die Haut vor ultravioletten Strahlen (UVA/UVB),

    ü  Geruchshemmende Ausrüstung (antibakteriell) : begrenzt die Entwicklung von Bakterien, die mit Schweiß zusammenhängen,

    ü  Saugfähige Ausrüstung : leitet Feuchtigkeit ab (Wicking), indem sie Schweiß aufnimmt und nach außen transportiert, wo er verdunstet.

 

2.     Der Winter : Wärme speichern & Schweiß ableiten, ohne die Bewegungen zu behindern.

Je nach Bedingungen der Arbeitsumgebung müssen Sie die Anforderungen an Wärme, Widerstandsfähigkeit, Komfort, Atmungsaktivität sowie auch Wasserdichtigkeit oder Windschutz bestimmen,

  •          Dicke oder angeraute Baumwolle

Bietet eine gute natürliche Wärmeisolierung, ist weich im Griff, atmungsaktiv und angenehm über lange Zeit zu tragen. Der Hauptnachteil kann mit den Anforderungen an die Feuchtigkeitsaufnahme zusammenhängen (kann langsam trocknen),

  •          Eine Mischung aus Natur- & Kunstfasern

Polycotton ist ein hervorragender Kompromiss : Baumwolle bringt Wärme & Komfort, Polyester hingegen Langlebigkeit, Abriebfestigkeit sowie schnelles Trocknen,

  •          Spezialisierte technische Materialien :

ü  Softshell : Die Vorteile sind zahlreich ; Windschutz, atmungsaktiv, hält leichtem Regen stand, flexibel, leicht... Diese Stoffe sind jedoch weniger warm als ein gefüttertes Kleidungsstück und nicht zu 100% wasserdicht,

ü  Fleece : sehr isolierend, leicht, weich & schnelltrocknend. Allerdings schützt dieser Stoff nicht vor Win & ist nicht wasserdicht,

ü  Technische Stoffe mit Membran : winddicht, wasserdicht & atmungsaktiv.

  •          Mehrlagige Kleidung :

Thermounterwäsche, Fleece, Softshelljacken und wasserdichte Parkas bilden eine wirksame Kombination gegen Kälte und Feuchtigkeit. Ergonomische Futter: sorgen für ein weiches Tragegefühl und vermeiden Reizungen (z. B. : Duo Propital : 65% Polyester, 35% Baumwolle 210g/m2 mit Wattierung 100% Polyester 150gr/m2 und Futter 50% Polyester, 50% Baumwolle 145gr/m2).

  •          Mit spezifischen Ausrüstungen

ü  Winddichte Ausrüstung : in das Gewebe integriert oder über eine dünne Membran, schafft sie eine Barriere gegen Luftzüge,

ü  Wasserabweisende oder wasserdicht machende Ausrüstung : erhöht die Wasserbeständigkeit oder macht den Stoff vollständig wasserdicht (je nach Ausrüstungsgrad). Häufig mit Normen verbunden (z. B.: EN 343 für PSA,

ü  Wärmeisolierende Ausrüstung : kann eine Ausrüstung oder eine Kombination mit Hohlfasern oder thermoregulierenden Membranen sein. Sie kann auch auf der Reflexion der Körperwärme basieren (aluminisierter Stoff oder Stoff mit isolierender Mikroschicht),

ü  Aufgeraute oder emerisierte Ausrüstung (warme Ausrüstung) : macht die Innenseite des Stoffes weich und wärmer, indem ein „ Fleece “-Effekt entsteht.

 

Schnitte und Modelle anpassen

Die Passform von Berufsbekleidung ist auch eine Frage der Jahreszeit. Im Sommer fördern kurze Ärmel, lockere Schnitte und leichte Hosen die Belüftung und Bewegungsfreiheit. Einige Modelle verfügen sogar über Belüftungszonen, Lüftungsnetze oder Stretchmaterialien, um Technik & Komfort zu verbinden (z. B. : Piqué-Strick PC 50/50 240gr/m²).

Im Winter müssen Schnitte das Schichtenprinzip ermöglichen, ohne zu stören. Jacken mit Innentaschen, wasserdichten Verschlüssen und verstellbaren Kapuzen bieten besseren Schutz vor Witterungseinflüssen und behalten zugleich eine Ergonomie, die auf berufliche Bewegungsabläufe ausgelegt ist.

  •          Arbeitsoberteile mit kurzen Ärmeln (oder 3/4)

Lange Ärmel können zu warm sein, besonders in einer temperaturkontrollierten Umgebung. Kurze Ärmel (oder 3/4) ermöglichen eine bessere Luftzirkulation und bieten gleichzeitig einen gewissen Schutz,

  •          Ein körpernaher, aber bequemer Schnitt :

Ein zu enger Schnitt kann die Luftzirkulation einschränken und die Körperwärme erhöhen. Wählen Sie Kleidung, die Raum für Belüftung lässt und zugleich ausreichend angepasst ist, um Bewegungen nicht zu behindern. Raglan- und eingesetzte Ärmel, die der Armform folgen, können mehr Luft und Wärme einschließen als Kimonoärmel. Die weite Form des Kimonoärmels ermöglicht größere Bewegungsfreiheit, was auch helfen kann, Körperwärme abzuführen, indem die Luft frei um Arm und Achsel zirkulieren kann. ALM kann gemeinsam mit Ihnen technische Stoffe prüfen, die Elastizität, Langlebigkeit und Komfort bieten (z. B. : KFlex : 36% Recycled Pes,32% Baumwolle,29% Polyester,3% Elastolefin mit 215gr/m2),

  •          Arbeitshosen mit elastischem Bund und flexibel :

Hosen mit elastischem Bund sind oft bequemer, besonders bei langen Phasen im Stehen oder in Bewegung.

Sicherheit und Sichtbarkeit zu jeder Jahreszeit mitdenken

Auch die Sicherheitsanforderungen variieren mit den Jahreszeiten. So macht im Winter die geringere Helligkeit die Integration von retroreflektierenden Streifen oder hochsichtbaren Farben in der Kleidung entscheidend. Parkas, Hosen oder fluoreszierende Westen mit EN ISO 20471-Zertifizierung sorgen für bessere Sichtbarkeit auf Baustellen oder im Außenbereich.

Im Sommer können die Risiken mit der Sonne zusammenhängen: längere Exposition, Hitzschläge, Verbrennungen. Einige Berufsbekleidungen sind mit UV-Schutz-Ausrüstungen oder Fasern, die schädliche Strahlen blockieren, konzipiert und behalten dabei eine optimale Atmungsaktivität.

 

Spezifische Bedürfnisse je Branche antizipieren

Eine Fachkraft im Gesundheitswesen ist nicht denselben klimatischen Belastungen ausgesetzt wie ein Mitarbeiter im Außendienst der Instandhaltung. Daher ist es entscheidend, die Kleidung an die Arbeitsumgebung anzupassen und dabei die Jahreszeit zu berücksichtigen.

  •           Im Krankenhausumfeld werden im Sommer leichte und antibakterielle Tuniken bevorzugt.
  •           In Logistik oder Transport sind im Winter winddichte Jacken und Thermohandschuhe unverzichtbar.
  •           In der Gastronomie verbessern atmungsaktive oder belüftete Kochjacken den Komfort unter der Hitze der Öfen.

 

Langlebigkeit und einfache Pflege fördern

Berufsbekleidung muss trotz wiederholter Wäschen und Nutzungsbelastungen leistungsfähig bleiben. Deshalb sind robuste, OEKO-TEX-zertifizierte Stoffe, insbesondere in Europa gewebt & veredelt, zu bevorzugen. Sich für modulare oder je nach Saison erneuerbare Kollektionen zu entscheiden, erleichtert zudem die Lagerverwaltung und die Kundenbindung.

Berufsbekleidung an die Jahreszeiten anzupassen bedeutet, Komfort, Sicherheit und Produktivität der Mitarbeitenden das ganze Jahr über zu verbessern. Eine zentrale Herausforderung sowohl für Arbeitgeber als auch für Konfektionsmarken. Durch die Integration von technischen Materialien, anpassungsfähigen Schnitten und branchenspezifischen Lösungen ist es möglich, Outfits anzubieten, die zugleich leistungsstark, ästhetisch und langlebig sind. Eine gute Möglichkeit, Ihr Unternehmensimage aufzuwerten und Ihre Arbeitsbedingungen zu jeder Jahreszeit zu optimieren.

Kontaktieren Sie noch heute unsere Vertriebsteams, um gemeinsam mit uns die Artikel zu identifizieren, die wir zur Ausstattung Ihrer Mitarbeitenden entwickeln könnten.

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